Tobias Treppmann/KI-Transformation
KontaktEN

Alle Beispiele

Aus Alltagssprache wird eine Anwendung, die Nutzer selbst ändern können.

Ninox ist eine No-Code-Plattform, mit der kleine und mittlere Unternehmen ihre eigenen Geschäftsanwendungen bauen. Die Hürde war das Datenmodell. Mit dem CEO und dem technischen Mitgründer habe ich gestaltet, wie KI diese Hürde abnimmt, ohne dass die Nutzer die Kontrolle verlieren.

Auftrag
Freiberuflich, Sommer 2025, mit CEO und technischem Mitgründer
Prinzip
Direkt bearbeiten statt nur chatten
Ergebnis
Interaktionsprinzip der öffentlichen KI-Beta von Ninox

01Die Ausgangslage

Mit Ninox bauen Kanzleien, Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Sachverständige ihre eigenen Anwendungen: Auftragsverwaltung, Projektlisten, Fallakten. Sobald ein Datenmodell steht, erzeugt Ninox die Oberflächen fast von selbst.

Genau dieses Datenmodell war die Hürde. Wer keine Datenbankkenntnisse hatte, kam nicht weiter oder holte sich einen Berater. Die Idee: Nutzer beschreiben ihre Arbeit in Alltagssprache, und KI erzeugt daraus das Datenmodell.

Vom Satz zur AnwendungMenschKI
  1. MenschBeschreibenein Satz in Alltagssprache
  2. KIKI erzeugtdas Datenmodell direkt im Editor
  3. MenschNutzer ändertper Klick oder per Chat
  4. Anwendung läufteine normale Ninox-Anwendung

02Was ich gemacht habe

  1. Die eigentliche Frage gestellt

    Dass KI ein Datenmodell erzeugen kann, war gesetzt. Meine Frage war: Was passiert danach, wenn jemand ohne Datenbankwissen vor dem Ergebnis sitzt?

  2. Chat allein verworfen

    Ein realistisches Datenmodell hat acht bis zwölf Tabellen. Als Text im Chat ist das unlesbar, und Änderungen per Chat fühlen sich an wie Programmieren in Prosa. Außerdem schreibt niemand im ersten Satz eine vollständige Beschreibung: Das erste Ergebnis liegt immer etwas daneben.

  3. Ergebnis im echten Editor

    Die KI erzeugt das Datenmodell direkt im Editor, den Nutzer auch sonst verwenden. Tabellen erscheinen als Karten, Felder sind anklickbar.

  4. Zwei Wege, ein Ergebnis

    Nutzer ändern per Klick direkt in der Karte oder per Chat, je nachdem, was leichter ist. Vorschläge für naheliegende Ergänzungen helfen weiter.

  5. Kein eigener KI-Modus

    Ist das Datenmodell fertig, ist es einfach eine Ninox-Anwendung. Nutzer arbeiten im selben Werkzeug weiter.

Ninox KI-Onboarding: links der Chat, rechts das erzeugte Datenmodell mit bearbeitbaren Tabellenkarten
Zwei Wege nebeneinander: links Änderungen per Chat, rechts direkt in den Tabellenkarten.
Das von der KI erzeugte Datenmodell als normale Ninox-Anwendung im Editor
Danach ist es eine normale Ninox-Anwendung, im selben Editor.

Erst das Ergebnis zeigen. Dann bearbeiten lassen.

Das Gestaltungsprinzip des Onboardings

Direkt bearbeiten

wurde zum Interaktionsprinzip der öffentlichen KI-Beta von Ninox.

  • Nutzer müssen nicht erst lernen, wie man mit einer KI spricht. Sie ändern, was sie sehen.
  • Das erste, unvollständige Ergebnis ist kein Fehler, sondern der normale Start.

Nur im Chat

  • Datenmodell als lange Textausgabe
  • Änderungen in Prosa beschreiben
  • Erstes Ergebnis daneben: nächste Chat-Runde

Im echten Editor

  • Tabellen als Karten, Felder anklickbar
  • Ändern per Klick oder per Chat
  • Das erste Ergebnis ist der normale Start

04Was das für Ihr Unternehmen heißt

Wenn Sie KI in Ihr eigenes Produkt oder Ihre interne Software bringen, ist die Frage nicht, ob die KI etwas erzeugen kann. Die Frage ist, ob Ihre Leute das Ergebnis danach übernehmen können. KI nimmt das leere Blatt ab. Die Kontrolle muss bei den Menschen bleiben.

  • KI-Funktionen im eigenen Softwareprodukt
  • Konfiguratoren und Angebotswerkzeuge
  • Interne Formulare und Datenerfassung
  • Auswertungen, die Fachleute anpassen

Was es nicht ist

  • Die KI-Erzeugung selbst wurde separat entwickelt. Meine Arbeit war, wie Menschen damit umgehen.
  • Ich habe nicht die gesamte Beta verantwortet.

Welcher Prozess soll bei Ihnen als Erstes besser werden?

In 30 Minuten sprechen wir darüber, wo KI bei Ihnen ansetzen könnte. Kostenlos und ohne Verpflichtung.